21.06.2009
Bezirksapostel Ehrich besucht den Bezirk Lörrach
Einen historischen Gottesdienst, der auch per Internet in die Kirche nach Waldshut übertragen wurde, erlebten die Gemeindemitglieder des Bezirkes Lörrach am Sonntag, den 21.06.2009 in der zu diesem Anlass festlich geschmückten und voll besetzten Stadthalle in Schopfheim.
In feierlicher Atmosphäre und mit einfühlsamen Worten versetzte Bezirksapostel Ehrich in diesem Gottesdienst den über 28 Jahre amtierenden Bezirksevangelisten Alfred Geitlinger in den Ruhestand. Der Bezirksapostel würdigte das Wirken dieses Gottesmannes, indem er unter anderem als wesentliche Eigenschaften sein stets freudiges und Glaubenssicherheit ausstrahlendes Wesen hervorhob. Als sein Nachfolger und zukünftiger Bezirksevangelist wurde Priester Berthold Krumm, Vorsteher der Gemeinde Steinen, ordiniert, welcher vorläufig Vorsteher der Gemeinde Steinen bleiben wird.
Als sakramentale Handlungen führte Bezirksapostel Ehrich neben dem Heiligen Abendmahl eine Heilige Wassertaufe durch und spendete zwei Kindern den Heiligen Geist.
Dem Gottesdienst legte Bezirksapostel Ehrich das Bibelwort Jesaja 32, 17 zugrunde: „Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird ewige Stille und Sicherheit sein.“
Einleitend nahm der Bezirksapostel das Lied des Chores auf und die vorgetragene Bitte: „... dass ich mög´ bleiben im Hause des Herrn.“ (CM 86) Dann wies der Bezirksapostel auf die Geschichte des Gelähmten hin, der vor dem Tempel um Almosen bettelte und dort Begegnung mit den Aposteln Petrus und Johannes hatte (Apostelgeschichte 3). Dieses Geschehnis übertrug der Bezirksapostel in die Gegenwart und sagte, dass man auch aus Gewohnheit oder mit rein irdischen Erwartungen ins Haus Gottes kommen könne, worin letztlich aber keine dauerhafte Verbindung mit Gott bestehe. Die Apostel Petrus und Johannes erblickten den Gelähmten, und Petrus forderte ihn auf: „Sieh uns an!“ So sei es wichtig, auch heute bewusst auf das Wesentliche zu sehen. Dies beinhalte, dass der Gläubige das Streben nach dem ewigen Leben bei Gott in seiner Lebensgestaltung in den Vordergrund stellen solle.
Im Mittelpunkt der Predigt standen die vier Schwerpunkte des Textwortes:
- Gerechtigkeit – die nur durch das Ergreifen der Gnade, vermittelt durch das Opfer des Herrn, gewährt werden könne, so man sich in der entsprechenden Einstellung zu Gott und dem Nächsten sich finden lasse
- Friede – welcher eine Folge davon sei, dass man die Gerechtigkeit vor Gott erlangt habe. Dann sei man auch bestrebt, in seinem Umfeld immer zum Frieden beizutragen.
- Ewige Stille - Stille sei ein wichtiges Element in unserer Zeit, das durch viele Einflüsse nur schwer zu finden sei. Der Gläubige solle immer wieder einmal bewusst stille stehen, inne halten und über seinen Zustand nachdenken.
- Sicherheit – Man solle sich immer wieder fragen, ob man sich sicher geführt fühlt. Sollte das einmal nicht so sein, dürfe man sich nicht damit zufrieden geben, sondern solle bestrebt sein, z.B. im Ergreifen von Wort und Gnade oder in Gesprächen mit den Seelsorgern, diese Sicherheit im Glauben wiederzuerlangen.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen neben dem Gemischten Chor der eingeladenen Gemeinden das Jugendorchester, der Kinder- und der Männerchor des Bezirkes Lörrach.











